Bochum. Die Schriftstellerin Marianne Koch findet ihre Inspiration in Begegnungen mit Menschen, Landschaften und Emotionen. Ihre Texte entstehen aus dem unmittelbaren Erleben und reflektieren die Vielschichtigkeit menschlicher Existenz. „Alles, was ich bin, stecke ich in meine Texte“, sagt die 62-jährige Autorin aus Witten, die zugleich als Sonderpädagogin an einer Bochumer Schule tätig ist.

Schon in ihrer Jugend entdeckte sie das Schreiben als große Leidenschaft. Heute veröffentlicht sie ihre Werke regelmäßig – sowohl im Selbstverlag als auch über Books on Demand. Ihre Bücher sind geprägt von einer tiefen Weltbeobachtung und einem feinen Gespür für Stimmungen. In ihrem Gedichtband Muss alles sein. Gesammelte Gedichte (2012) setzt sie sich mit Liebe, Tod, Krisen und Hoffnung auseinander. Ein Jahr später erschien Orpheus in der Arbeitswelt, ein Buch, in dem sie Erlebnisse aus ihrem beruflichen Umfeld sowie persönliche Begegnungen verarbeitet. Darin verwebt sie Realität mit einer poetischen Ebene, die den oft monotonen Büroalltag durchbricht.
Ein weiteres bemerkenswertes Werk ist Hin und Weg (2010), ein poetisches Reisetagebuch, das Impressionen aus Frankreich und Italien einfängt. Mit feinen Beobachtungen und sprachlicher Sensibilität erschafft sie Mosaike der Erinnerung, die den Leser auf eine literarische Reise mitnehmen.
Marianne Koch sucht bewusst den Kontakt mit ihrem Publikum. Lesungen sind für sie nicht nur ein Mittel, ihre Werke vorzustellen, sondern auch ein Ort des Austauschs. „Wer gern schreibt, möchte auch gelesen und gehört werden“, betont sie. Jüngst war sie Lesegast in der Brenscheder „Leseinsel“ und wird am 11. Januar 2019 in Herdecke erneut gemeinsam mit dem Musiker Manfred Kehr auftreten.
Über die Namensgleichheit mit der bekannten Schauspielerin Marianne Koch kann sie nur schmunzeln. „Gerade Ältere sprechen mich darauf an, aber ein Pseudonym kommt für mich nicht infrage“, sagt sie selbstbewusst. Ihre Werke sprechen ohnehin für sich – als Ausdruck eines tiefen künstlerischen Ansatzes, der das Leben in all seinen Facetten einfängt und literarisch transformiert.
Die WAZ Bochum berichtete in ihrer Ausgabe vom 6.12.2018 über Marianne Koch: „Aus Lebenseindrücken wird Literatur.“