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(Textbeispiel)

Dörfer schweben an den Hängen des Lubéron. Chamäleons aus Felsgestein. Zyklopenaugen im Gesicht aus Wald und Wiese. Kaum begreift man, was Menschen-, was Vogelbehausung. So manches Gemäuer neigt sich zum Abgrund. Und Steine und Felsbrocken findest du unten im Wald. (Seite 34)


Wenn du nach Roussillon kommst, und wenn die Sonne tief steht, dann kannst du im Licht selbst stehen und das Licht in Dir.
Es ist nicht allein ocker, wie man’s hier nennt. Hier heißen die Farben auch
Lehm
Butterblume
Tongefäß
Sonnenuntergang.
Stell dich hinein und die Sonne versinkt in dir. Dunkelrot und Wärme trägst Du dann mit Dir fort, und wirst beides nicht mehr verlieren.
Die Ockerspuren in den Schuhen überleben immerhin den Sommer. (Seite 37)


In der Dämmerung wird Kühle mit Wasserschlauch und Sprenger produziert. Die dicke Katze betrachtet das Ganze. Statuenhaft sitzt sie da, aber ihre Augen bewegen sich. Wüstenhafte Dürre außerhalb der Fontänenreichweite. Zwei Klimazonen im Garten. (Seite 39)


Monsier à Buoux, würdevoller Gastgeber, das hier ist unsere „Etape du promeneur“, ach bringen Sie uns von Ihrem köstlichen Wein und diese Wolke von einem Kräuteromelett! Der fromage blanc Ihrer Frau mit dem Löffelchen Lavendelhonig obenauf ist auch nicht zu verachten! Er vergeht auf der Zunge beim Anblick dieser lila Felder. Sicher haben Sie das beim Mischen der Sinnesfarben vorhergesehen! (Seite 41)

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